Ring aus VA ausscheiden wie?

Sinnvolle Fragen abseits des Seven. Welches Mitglied weiß Rat ?
Chriss.ko
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Hi *,

ich möchte für ein anderes Projekt einen Ring aus V2 (1,5mm) ausscheiden, der Innendurchmesser muss 280mm und der Außendurchmesser 330mm sein. Hat jemand ne Gute Idee wie ich das möglichst präzise und möglichst rund hin bekomme? Leider fehlt es mir an einer Portalfräse oder ähnlichem Werkzeug. Eine Ständerbohrmaschine, Stichsäge, Schleifbock etc ist vorhanden, ich komme nur auf keinen brauchbaren Lösungsweg.


Cheers,

Chriss


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Fant
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Hallo,
mach ne CAD Zeichnung und such jemanden, der Zugang zu einem Laserschneider hat. V2A zu zerspanen ist ziemlich problematisch.


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Bevor Du Dich ohne stabile Maschine(n) da selbst dran setzt, wäre sicher zu überlegen, das Teil wasserstrahlschneiden zu lassen (beim Laserschneiden wird das Materia hart ...).

Die Bleche haben diese Anbieter auch bereit liegen und rechnen Dir normalerweise auch nur das tatsächlich benötigte Material ab ... nicht den Rohling.

Schlußendlich kannst Du versuchen, bei z.B. i-bäh eine bereits passende Ronde zu erstehen, so daß Du nur das Innenloch ausarbeiten mußt ...


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Chriss.ko
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Ja, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. :( Das derzeitige Projekt ist nicht mein erstes was aus VA gebaut wird, ich würde es auch nicht aus VA machen wenn es nicht Lebensmittelecht sein müsste. Ich will es aber selber machen, das ist eins der Ziele bei dem Projekt. ;)

Im Moment Überlege ich, das Werkstück zwischen zwei Holzplatten ein zu spannen und dann ganz langsam mit ner Stichsäge aus zu sägen. Sägeblätter die ganz gut durch VA gehen habe ich da, nur meine Fähigkeiten mit ner Stichsäge Rundungen zu Sägen sind eher etwas bescheiden.

Parallel dazu denke jetzt über eine Oberfräse nach, ich weiß nur nicht ob es Fräser für ne Oberfräse gibt die mit VA zurecht kommen. :?


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Die Idee mit den Holzplatten ist tauglich, das Hauptproblem werde in der Tat die Radien mit Stichsäge. Solcherart geformte Teile fertige ich an der Fräsmaschine und oder Drehmaschine, das geht stabiler zu und die Gefahr, daß einem der Kram u die Ohren fliegt, ist geringer...

Auch auf der Fräsmaschine spanne ich aber mit dicker Unter- und Zwischenlage und Spannpratzen ... Stücke alter Küchenarbeitsplatte oder MDF eignen sich gut.

Eine Oberfräse dreht zu meist schnell und ist von der Kraft her dem zähen Material nicht gewachsen. Sieh Dir mal in einem Tabellenbuch Metall die typischen Schnittgeschwindigkeiten in V2A an ...


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Die Frage wäre auch,wie wichtig das exakt kreisrunde wichtig ist?!
Denn wenn du da mit einer Stichsäge ran gehst, musst du das nachträglich ja noch rundschleifen. ;)

Und VA mit einer Stichsäge bearbeiten, geht zwar, ist aber nicht gerade einfach.
Hatte man, aus Angst der Verfärbung durch das Bearbeiten mit der Trennscheibe, ein Bierfass mit der Stichsäge zersägt, um daraus ein Gyrosgrill zu bauen.
Hatte einiges an Sägeblättern gekostet, war scheiße laut und alles andere als einfach!
Die Trennscheibe hab ich dann zum Schluss doch noch aus probiert. Da hat sich nichts verfärbt! :(


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@Frank: Wie machst du sowas auf einer Fräse? Das Rundfräsen ist ja nicht ganz so einfach. ;) Die Oberfräse ist wohl raus, mit der Drehzahl wird das einfach nix. :(

@Bend: Das Verfärben ist kein Problem, an den Bauteilen wird es noch geschweißt und ich habe noch einen größeren Vorrat an Beize hier rum liegen.

Das mit der Stichsäge wird wohl doch ein größeres Problem, den äußeren Schnitt bekommt man wohl noch gut hin, der Innere wird sicher das Problem. Also brauche ich doch eine andere Lösung....

Den ersten Zuschneider den Google gefunden hat will 64,15 pro Ring haben, bei den vier Ringen die ich brauche wird mir spontan schlecht. :(

Ich mach mal ne Zeichnung, vielleicht fällt euch dann ja noch ne andere Lösung für das Bauteil ein. ;)


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Den Außenring bekommt man ja einfach mit der Flex hin.
Den Innenring könnte man Loch an Loch mit der Bohrmaschiene machen und dann die Reste wegfeilen/abschleifen.
Aber bei vier Ringen ist das schon ne Aufgabe. ;)


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Chriss, das Blech wird auf MDF-Unterlage und mit MDF-Zwiscenlage direkt mit Pratzen auf den Maschinentisch gespannt. (Hnweis: Eine normale Ständerbohrmaschine wäre dabei sehr gefählich, da der Tisch nie vernünftig geklemmt werden kann und der Vorschub der Spindel viel zu grob dosierbar ist)

Ein Ausdrehkopf wird mit einer entsprechenden Bohrstange bestückt, die mit ihrem Meißel bei relativ langsamer Geschwindigkeit zunächst einen Schnitt außen führt.
Danach wiederholt sich das Ganze noch mal innen.

Der Meißel darf dabei keinesfalls einen zu großen Span- und Freiwinkel haben, da er ansonsten beim Durchtritt durch das Blech geradezu blitzartig einhakt und dann alles durch die Gegend fliegt oder das Werkzeug zerstört wird.
An einer Drehmaschine wird es besser sein, zunächst das Innenoch herzustellen, dieses dann zu spannen (vorsichtig, damit es nicht gleich durch die Backen wieder versaut wird ...) und dann die (ggf. vorgeflexte /-geschnittene) Außenform fertig zu bearbeiten.

Einmal habe ich eine runde Platte (350mm) aus 6mm Alu hart herstellen müssen. Nach Vorarbeiten der Außenform habe ich das Teil im Mitteloch mit einer Eigenbau-Spannvorrichtung in die Spindel der Fräsmaschine gespannt und den Meißel direkt auf den Maschinentisch. Durch Verfahren des Tisches wird dann zugestellt.

Die Berufsgenossenschaft darf sowas nicht sehen, die erzielte Oberfläche und Genauigkeit war hervorragend ...

Ohnehin ist das ganze eine recht gefährliche Angelegenheit, denn derart große Werkstücke können an Schneidwerkzeugen schon erhebliche Kräfte entwickeln ! Auch bei langsamer Spindeldrehzahl entstehen erhebliche Schnittgeschwindigkeiten !!
Der Moment, in dem das Werkzeug komplett durch das Bech geht und unten austritt, ist besonders kritisch, so daß ich gelegentlich die letzten Umdrehungen des Werzeugs bei sehr dünnen Blechen schon von Hand (!!) gemacht habe (Schraubenschlüssel an der Spindel). Das war bei der Erstellung einer dünnen Alu-Frontplatte für ein Oszilloskop "lebensrettend" für das Werkstück ...

Sag mal was zur geforderten Genauigkeit ...


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Was ist mit elektrischer/pneumatischer Blechschere ("Knabber")?


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