Die Mär vom teuren und schwierigen UK-Import

Board für allgemeine Fragen und Mitteilungen in direktem Zusammenhang mit unseren Fahrzeugen (Seven, Lotus und Speedster) und deren Betrieb
O-Mibu
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Vielen Dank für die Zusammenfassung. Bin ja auch schön länger immer wieder mal am schauen was es so auf dem Deutschen Markt gibt. Leider spielt mir aktuell das Corona Virus etwas gegen meinen Plan. Hatte ja schon super nette Angebote hier aus dem Forum um mal mitzufahren bzw. wollte eig. auch auf die Treffen kommen... aber da ist eben aktuell Corona dazwischengefunkt.

Da ich sowieso ein purist bin gefällt mir der Caterham sehr gut, das einzige was mir eben sorgen macht ist die Pedalerie. Die sind ja wirklich sehr eng beieinander und da muss es sich noch zeigen ob dies mir wirklich zusagt.

Das Angebot hier in DE ist ja wirklich eher bescheiden, überlege deshalb (falls es einer wird) ebenfalls diesen zu importieren. Das hatte mir aber immer wieder etwas magenschmerzen bereitet eben wegen mancher Storys. Deshalb danke dafür dass du gezeigt hast dass es eig. gar nicht kompliziert ist.

Ich hätte allerdings noch eine bitte, könntest du auf den Teil mit den Umbauten noch genauer eingehen? Was eben an den Scheinwerfern nicht passt und wieso du die Rückfahrscheinewerfer und Nebelschlussläuchte getauscht hast (ist dies überhaupt vorgeschrieben?)

Viele Grüße


sdenne
7-IG Mitglied
Beiträge: 16
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Hallo O-Mibu,
danke für Dein Interesse - das mit der Pedalerie ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, ich fahre bislang nur mit meinen Rennfahrerschuhen vom Slalom. Schmale Halbschuhe gehen wohl auch aber die Salomon-Laufschuhe, die ich üblicherweise trage sind schon zu breit.

Zu den Umbauten:
Die Scheinwerfer leuchten ja den Fahrbahnrand aus und der ist in England links und bei uns rechts. Aus diesem Grund müsssen die Scheinwerfereinsätze gegen die passenden getauscht werden. Da viele britische Fahrzeuge zumindest bei den 7 Zoll-Scheinwerfern die gleichen Einsätze haben lassen sich diese als Nachrüstteil bei uns leicht finden. Ich habe bei mir nur ins Regal gegriffen und Einsätze von meinem Mini genommen.
Tacho ist klar - Meilen in GB, KMH bei uns. Man kann einen original KMH-Tacho kaufen (>200 Euro) oder wie ich KMH-Aufkleber auf dem Tachorand anbringen - ist für den TÜV so okay.
Warnblinkanlage ist noch ein Muss, haben aber meines Wissens die meisten Caterham, ebenso ein Rückfahrscheinwerfer.
Dieser muss auch wieder den Fahrbahnrand ausleuchten, deshalb in GB links montiert und bei uns rechts.
Ich glaube das war es an Umbauten - mir persönlich hat es gar nix gekostet, da ich die Scheinwerfereinsätze hatte und ich mir die KMH-Aufkleber mit einem Beschriftungsgerät selbst gemacht habe, sieht recht professionell aus. Der Tüv will ja nur 30, 50, 80, 100 und 130 sehen.

Viele Grüße
sdenne


kit-kat
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Registriert: 23 Okt 2014, 22:49

sdenne hat geschrieben:
20 Mai 2020, 06:49
Hallo Kit-Kat,

ich hatte mit den geschätzten 1500 Euro meine Gesamtkosten inkl. Überführung und Umbau auf deutschen Standard gemeint. Ich habe jetzt auch die Dekra-Rechnung bekommen: §21 und ASU 285 Euro.

Viele Grüße
sdenne
das passt dann wiederrum. da bin ich komplett bei dir.


Claudio
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Registriert: 13 Dez 2013, 09:40

Zur Info für alle Interssierten - Kommentar von Ralf auf meine Anfrage per Email an ihn.
Ich bin dann erstmal abgeschlossen mit dem Thema. Danke für die Infos.
Ciao, CB


Aloha Claudio,

Du kannst gerne vorbeikommen - meine Kaffeemaschine ist nicht in "Corona-Urlaub" :-)

Bzgl. Deiner Anfrage zu irgendwelchem Internet-Geschwafel: wie gesagt, genau deshalb meide ich diese Foren. Es gibt Leute die MACHEN und es gibt Leute, die SCHREIBEN - beides zusammen ist eher selten :-)
Zu Deiner Anfrage konkret: wie schon besprochen, das Problem ist offenbar, dass manchmal Leute sich irgendwie eine Zulassung besorgen und dann davon ausgehen, dass das alles schon richtig ist. Genausogut kann ich in der 30er Zone immer 50 fahren und sagen, dass das so ok ist, weil schließlich hat sich bisher ja noch niemand beschwert.
In Kurzfassung: KANN man machen - wenn man hinterher in der Schxxxx sitzt, dann aber bitte nicht anfangen rumheulen.
Ich hatte mich früher ehrlich gesagt auch auf Datenblätter und Co verlassen, aber das ist nicht wirklich korrekt (deshalb habe ich für teuer Geld z.B. Abgasgutachten erstellen lassen). Die Praxis der sog. "Vergleichsgutachten/-papiere ist nämlich leider heute nicht mehr wirklich zulässig. Das ging früher tatsächlich so: da hast Du einen Brief von einem gleichen Fahrzeug gebracht und feddich. Auch heute gibt es noch Prüfer, die das - aus welchem Grund auch immer :-) noch so machen, aber das fliegt um die Ohren, sobald mal was ist. Und vor allem dem Besitzer. Mit "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" kann der sich dann nicht mal mehr rausreden ...
In diesen Bereich fällt auch die Behauptung mit der Anerkennung der Zulassung aus einem anderen Mitgliedsstaat. Einfach mal die Richtlinie 1999/37/EG selber durchlesen - dann fällt vielleicht auf, dass die sog. "V5" aus GB diesen Vorgaben gar nicht entsprechen, sprich: es gibt gar keine Dokumente, auf die ich diese Regelung anwenden könnte. Merxt was :-P Im besten Fall kann ich das V5 gegen ein deutsches Papier "tauschen", in diesem ist dann aber alles wie Maße, Gewichte, Leistung etc. genullt und Emissionsklasse ist "unbekannt". Wenn man mit solchen Papieren überhaupt eine Versicherung findet, reißt spätestens die Steuer (höchster Steuersatz) ein so tiefes Loch in die Tasche, da bist Du in ein paar Jahren arm.
Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er macht. Die Billig-Billig-Fraktion will ich ehrlich gesagt auch gar nicht hier haben, denn das sind idR. die, die sich für 20 EUR einen Bremsensatz im Internet bestellen, der nach 1 Monat aufgibt und die sich dann beim Einbauer beschweren.
Wer ernsthaft Interesse hat sich zu informieren, der glaubt nicht, wenn pornopeter74 im Internet schreibt, dass er weiß, dass die Regierung mittels Chemtrails die Bevölkerung ruhig stellt, sondern macht sich die Mühe und fragt den realen Wettermann, wie Kondensstreifen bei Flugzeugen entstehen :-)
Am Rande bemerkt: interessanterweise sind im Idi-Net immer genau die, die zahlreiche Tipps haben, wie man was irgendwie und scheinlegal noch billiger machen kann, diejenigen, die dann am lautesten schreien, wenn irgendwo was angeboten wird, dass eben genau so über die Zulassung getürkt wurde, wie nur als Beispiel in Deinem Forum der gute Herr XXXX (Name wurde gelöscht), alias kitkat u.a., von dem ich z.B. ein konkretes Auto hier habe (ich nutze das als "Rutscher" mit roter Nr. ) mit einer "Zulassung" die komplett frei erfunden ist und das auch niemals eine bekommen kann. Als er den Haufen loswerden wollte, war er richtig nett zu mir - jetzt besteht er wieder auf "Sie" ;-)

Also wie gesagt: nicht alles, was im Internet steht, ist immer komplett richtig. Man muss sich nur die Mühe machen, mal aus der Filterblase rauszuschauen.

Also such einfach weiter, Du alter Sparbrenner ;-) Dein Kaffeehaferl steht immer hier für Dich.
Ich widme mich jetzt wieder den Kleinen ...

Mit besten Gruessen
Ralf


sdenne
7-IG Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 26 Okt 2019, 06:27

Hallo,

eigentlich fühle ich mich von dem „Brandbrief“ von Herrn Angstetter nicht angesprochen, vielleicht meint er ja auch meinen „Mitstreiter“ Kit-Kat, aber da ich diesen Thread eröffnet habe, möchte ich trotzdem darauf antworten:

“Bzgl. Deiner Anfrage zu irgendwelchem Internet-Geschwafel: wie gesagt, genau deshalb meide ich diese Foren. Es gibt Leute die MACHEN und es gibt Leute, die SCHREIBEN - beides zusammen ist eher selten.“

Da ist er nun wohl auf einen ruhmreiche Ausnahme gestoßen, da ich erst gemacht und dann geschrieben habe. Unseren Austausch als Internet-Geschwafel zu bezeichnen, würde ich mir (der selbst im Einzelhandel tätig ist) meinen potentiellen Kunden gegenüber nicht erlauben.


„Zu Deiner Anfrage konkret: wie schon besprochen, das Problem ist offenbar, dass manchmal Leute sich irgendwie eine Zulassung besorgen und dann davon ausgehen, dass das alles schon richtig ist.“

Wie schon mehrmals erwähnt, habe ich mir nicht irgendwie eine Zulassung besorgt, sondern bin genau den Weg gegangen, den mir mein Dekra-Prüfer im Vorfeld aufgezeigt hat. Nochmals - ich hege keine besondere Beziehung zu diesem Prüfer, es war einfach räumlich der nächste.
Ob sich die Dekra langfristig im Internet Gefälligkeitsgutachten vorwerfen lässt, sei dahingestellt.


„Ich hatte mich früher ehrlich gesagt auch auf Datenblätter und Co verlassen, aber das ist nicht wirklich korrekt (deshalb habe ich für teuer Geld z.B. Abgasgutachten erstellen lassen). Die Praxis der sog. "Vergleichsgutachten/-papiere ist nämlich leider heute nicht mehr wirklich zulässig.“

Ich habe keinerlei „Vergleichspapiere“ vorgelegt - der Archivar von Caterham Martin Phipps stellt auf Basis der Fahrgestellnummer ein technisches Datenblatt genau dieses Fahrzeuges aus.


„In diesen Bereich fällt auch die Behauptung mit der Anerkennung der Zulassung aus einem anderen Mitgliedsstaat. Einfach mal die Richtlinie 1999/37/EG selber durchlesen - dann fällt vielleicht auf, dass die sog. "V5" aus GB diesen Vorgaben gar nicht entsprechen, sprich: es gibt gar keine Dokumente, auf die ich diese Regelung anwenden könnte.“

Wenn es um Gesetzestexte, Richtlinien, etc. geht, wäre ich bei mir als Gesprächspartner äußerst vorsichtig:
So scheint Herr Angstetter das Amtsblatt der Europäischen Union vom 24.07.2007 in Ergänzung zur Richtlinie 1999/37/EG nicht zu kennen. Dort heißt es nämlich unter Punkt 3.5.2.:

Für die Wiederzulassung eines Fahrzeugs, das vorher in einem anderen Mitgliedsstatt zugelassen war, können die Behörden des Zulassungsmitgliedsstaates nur die Vorlage folgender Dokumente verlangen:

a) das original oder eine Kopie der im Herkunftsmitgliedsstaat ausgestellten nicht harmonisierten Zulassungsbescheinigung ( also im Fall UK das V5-Dokument)
b) die harmonisierte Zulassungsbescheinigung (also die aktuelle mit Teil 1, Teil 2)



„Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er macht. Die Billig-Billig-Fraktion will ich ehrlich gesagt auch gar nicht hier haben, denn das sind idR. die, die sich für 20 EUR einen Bremsensatz im Internet bestellen, der nach 1 Monat aufgibt und die sich dann beim Einbauer beschweren.“

Meine Tätigkeit als Geschäftsführer eines größeren Einzelhandelsunternehmens gibt mir die finanzielle Freiheit, für meine 6 motorisierten Fahrzeuge original Ersatzteile käuflich zu erwerben.


„Wer ernsthaft Interesse hat sich zu informieren, der glaubt nicht, wenn pornopeter74 im Internet schreibt, dass er weiß, dass die Regierung mittels Chemtrails die Bevölkerung ruhig stellt, sondern macht sich die Mühe und fragt den realen Wettermann, wie Kondensstreifen bei Flugzeugen entstehen.“

Der reale Wettermann war für mich der vereidigte Dekra-Prüfer.


Zu dem Kapitel über kit-kat wird sich der angesprochene wohl noch selbst zu Wort melden.

Abschließend noch ein paar Worte:
Ich finde die Angebote von Herrn Angstetter durchaus preislich attraktiv (zum Zustand und der Technik der Fahrzeuge kann ich ehrlicherweise nichts sagen), deshalb kann ich die teils aggressiven Äußerungen zu meinem Thread nicht ganz nachvollziehen. Wer den Import selbst in die Hand nehmen möchte, den kann ich dazu nur ermutigen. Wer das nicht machen möchte, dem seien natürlich die bekannten innerdeutschen Händler ans Herz gelegt.

Viele Grüße
sdenne


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Dobbie
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Fahrzeug: Westfield ZEI 1998, Ford Zetec 1800

Nun, ich will mich eigentlich gar nicht groß in die Diskussion einmischen, weil ich grundsätzlich ganz weit weg bin von der Materie. Jedoch habe ich selbst eine lange Zeit gekämpft, um einen aus Belgien importierten Westfield Bj. 1998 in Deutschland zugelassen zu bekommen. Ich habe britische Papiere bekommen, mit denen er von zweiten Halter in Belgien zugelassen wurde, sowie eine rote belgische Zulassungsbescheinigung. Ich bin zunächst sehr naiv an die Sache rangegangen und habe geglaubt, ein Fahrzeug, was quasi identisch ist mit einem Fahrzeug, was hier in Deutschland stand (zu diesem Zeitpunkt aber leider bereits verkauft war), könne hier einfach so zugelassen werden. Zunächst machte mir das StVA einen Strich durch die Rechnung mangels Abgaswerte in den Papieren. Weitere Wege waren verschiedene Unternehmen, deren Angebote einen windigen Eindruck machten (Änderung des Erstzulassungsdatums, Euro1 für einen 98er Wagen usw.); diesen Dingen traute ich nicht, wobei auch ganz offen gesagt wurde, dass es nicht ganz korrekt sei. Weiter wurde ein weiterer Weg über ein EU-Gesetz im Rahmen des Binnenrechtes ins Gespräch gebracht, was jedoch auch keine Euro-Norm vorsehen sollte.

Der letzte Punkt interessierte mich grundsätzlich, allerdings störte mich auch hier, dass ich ein Fahrzeug ohne Euro-Norm zugelassen bekommen sollte, obwohl ich überall las, dass Bj. 1998 unüberwindbar mit Euro2 gekoppelt sei. Die aufgerufene Summe überstieg zudem seinerzeit mein Budget, welches für das Fahrzeug aufgebraucht wurde. Daher machte ich mich selbst auf Recherche und kontaktierte das Bundesverkehrsministerium, das örtliche StVA, dem übergeordnet das Verkehrsministerium NRW, sowie der EU-Schlichtungsstelle "SOLVIT". Von dieser erhielt ich nach wochenlangem hin- und her folgende Antwort:
wir haben Ihren Fall nun abschließend bearbeitet und ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Ihnen nicht weiterhelfen können.

Wir haben sowohl mit den belgischen als auch mit den deutschen Behörden versucht ein Lösung in Ihrer Angelegenheit zu finden. Letztlich konnten wir jedoch keine Fehlanwendung von EU-Rechtsvorschriften feststellen, so dass wir nur sehr begrenzte Möglichkeiten hatten.

Bei Ihrem Pkw handelt es sich nicht um ein Fahrzeug mit EG-Typengenehmigung, daher ist für die Zulassung in Deutschland die Einholung einer Einzelgenehmigung erforderlich. Die Anforderungen für eine Einzelgenehmigung können nach Art. 24 Abs. 1 der Richtlinie 2007/46/EG die Mitgliedstaaten festlegen. Diese Anforderungen sind in Belgien deutlich geringer als in Deutschland. Die in den belgischen Zulassungsdokumenten enthaltenen Informationen sind daher nicht ausreichend um eine Einzelgenehmigung in Deutschland zu erhalten. [Bei mir waren es die Daten zum CO2-Ausstoß, die nicht eingetragen waren.]

Auch die Regelung des Art. 24 Abs. 6 der Richtlinie 2007/46/EG hilft leider nicht weiter. Dieser besagt, dass die Einzelgenehmigung zunächst nur in dem Mitgliedstaat gilt, der sie erteilt hat. Andere Mitgliedstaaten sind nur dann verpflichtet die Zulassung und Inbetriebnahme des Fahrzeugs aufgrund der Einzelgenehmigung zu gestatten, wenn die technischen Vorschriften, nach denen das Fahrzeug genehmigt wurde, denen des anderen Mitgliedstaates gleichwertig sind. Dies ist jedoch im Falle Belgien - Deutschland gerade nicht so.

Um Ihr Fahrzeug in Deutschland zuzulassen, müssen Sie somit zunächst die geforderten technischen Daten durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen, wobei die bereits in Belgien geprüften Daten nicht erneut durch den Sachverständigen festgestellt werden müssen.
Diese Aussage aus September 2015 steht dem entgegen, was Du sdenne am 19. Mai um 21:09h gepostet hast. Wie gesagt, der Logik nach war ich auch auf dem Weg, zudem ich zwischenzeitlich einen freundlichen Forums-Teilnehmer gefunden hatte, der das gleiche Modell hatte, nur knapp ein Jahr jünger, aber mit identischen Merkmalen und deutscher Zulassung. Die Hoffnung, dass man ein Ei mit dem anderen vergleichen könne, wurde bei mir jedoch zerstört :( .

Insofern halte ich mahnende Worte für unbedarfte Seven-Neulinge für absolut richtig und wichtig! Ich habe eine lange Zeit der Ungewissheit durchgemacht, meinen Westfield jedoch letztlich zugelassen bekommen. Aber wer es selber machen WILL, der MUSS sich vorher genaustens im Klaren darüber sein, was für seine Zulassung elementar wichtig ist, bevor es ein Schuss in den Ofen wird. Insofern finde ich Diskussionen darüber sehr sinnvoll, wenn sie letztlich offen und ehrlich kommuniziert werden.

Für die einen ist es ein Hobby oder viel mehr noch ein erfüllter Traum, für andere ist es ein Geschäft und beim Geschäft hören ja leider oft "Freundschaften" auf. Gerade hier finde ich, sollte die Freundschaft im Vordergrund stehen, wo es um ein gemeinsames Hobby geht. Leider habe ich das damals persönlich auch anders erlebt, die Kultur untereinander hat mich schon sehr erschreckt und ich kannte sie in so einer Form aus keinem anderen Forum. Bei Facebook ist das heute normal, aber da ist man sich viel fremder als hier.

Grüße vom Dobbie


sdenne
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Registriert: 26 Okt 2019, 06:27

Hallo Dobbie,

vielen Dank für Deinen differenzierten Beitrag, in dem Du mit Fakten belegst, welche Schwierigkeiten Du bei der Zulassung Deines Westfield hattest. Was mit Fakten belegt wird, kann ich akzeptieren und glauben.
Offensichtlich ist man mancherorts doch der Willkür der zuständigen Stellen ausgeliefert, was meine pauschale Aussage zur Zulassungsfähigkeit eine UK-Imports revidiert.
Umso wichtiger ist meine Aussage, den geplanten UK-Import mit seinem Prüfer in Deutschland vorher durchzusprechen und möglichst viele Daten vorab zu sammeln, was ich bei meinen 3 bisherigen Imports gemacht habe.
Deinen letzten Absatz zur Kultur in unserem Forum kann ich nur unterstreichen - Hilfsbereitschaft und die Freude, dass auch andere unser Seven-Hobby teilen möchten sollte im Vordergrund stehen.

Viele Grüße
sdenne


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Dobbie
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Registriert: 24 Nov 2013, 12:38
Fahrzeug: Westfield ZEI 1998, Ford Zetec 1800

Nun ja, ich muss sagen, dass ich ein grundsätzlich sehr loyaler Mensch bin. Einerseits mag ich selbst nicht von "Kunden" meinen Job erklärt bekommen, andererseits weiß ich auch, dass nicht jeder seinen erlernten Job gleichermaßen (gut) ausführt oder auslegt. Gerade im Recht ist es sehr schwierig, jedes Gesetz, Änderungen, Anlagen und was weiß ich zu kennen und richtig auszulegen. Ich denke, selbst dort, wo ein Gesetz verabschiedet wird, kannst du nachher die Entscheider getrennt voneinander befragen und bekommst abweichende Angaben darüber, wie es im Detail ausgelegt werden soll. Wie soll dass dann in der Amtsstube richtig und vor allem einheitlich gemacht werden!? Zu sagen "der Fehler" wäre meiner Meinung nach schon zu viel, sagen wir "die Schwierigkeit" liegt im System. Es ist dann auch irgendwann überreguliert.

Aber letztlich hat es mir auch irgendwo eingeleuchtet, was mein StVA mir sagen wollte, nämlich dass mein Auto Bj. 1998 hier nur zugelassen werden kann, wenn es der damaligen Euronorm entspricht. Da diese Werte in den fahrzeugspezifischen Unterlagen nicht eingetragen waren, war es ihnen nicht erlaubt, diese zu schätzen oder von anderen baugleichen Fahrzeugen zu nehmen. Und Europa sagte, dass dies legitim sei und das Mitgliedsland das Recht hat, zur Umsetzung seiner Zulassungsregeln, bestimmte Anforderungen zu stellen.

Klar ist das bürokratisch und man fragt sich, wo der Unterschied zwischen dem gelben hier zugelassenen Westfield ZEI Bj. 1999 ist, und dem schwarzen von 1998 aus Belgien!? Gerade bei Kleinserien denke ich, gibt es keine tausend Ausstattungsvarianten, sondern sie gleichen sich tatsächlich. Aber vielleicht denken wir da auch nicht weit genug, vermutlich gibt es unzählige andere Fahrzeuge, wo das nicht so einfach ist und man kann auch nicht erwarten, dass für jeden Einzelfall eine passende Vorlage geschaffen wird, die dann am Ende auch wieder kaum einer kennt. Wobei sie ja am Ende mit dem COC tatsächlich geschaffen wurde. Toll und bürgerfreundlich wäre gewesen, wenn man über die wohl nicht mehr so stark am Markt vertretenen Fahrzeuge ohne COC o.ä. eine einfachere Zulassungsmöglichkeit im EU-Raum toleriert hätte.
Ich habe mich seinerzeit damit abgefunden und sah mich am Ende meines Weges.


pk
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Registriert: 02 Aug 2019, 18:41

sdenne hat geschrieben:
24 Mai 2020, 17:40

Umso wichtiger ist meine Aussage, den geplanten UK-Import mit seinem Prüfer in Deutschland vorher durchzusprechen und möglichst viele Daten vorab zu sammeln, was ich bei meinen 3 bisherigen Imports gemacht habe.
Wenn ich auch meinen Senf dazu geben darf..... (es herrscht hier gerade ein netter Ton welcher mich zum schreiben animiert :D ).

"Früher" dachte ich auch, machste mal- die können dir gar nichts, weil § irgendwas sagt eindeutig....... blablabla. Das hat machmal auch funtioniert, oft mit problemen funtioniert und selten gar nicht funtioniert.
Irgendwann wechselte ich meine Taktik und rede seitdem VORHER mit TÜV oder auch den ZULASSUNGSBEHÖRDEN. Das funtioniert wunderbar! Das sind keine Unmenschen und sind oft sogar erfreut etwas "schönem" auf die Straße zu helfen. Oft erwähnen die sogar "Lösungswege" an welche ich zuvor gar nicht dachte!
Und.... eine Abnahme nach §21 macht richtig Spaß wenn man sagen kann "schau mal, wie besprochen habe ich dies umgebaut......und das geändert....und....".


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